Ernährung in der Schwangerschaft: wichtige Nährstoffe für werdende Mütter
Bist du bereit, das Beste für dich und dein Baby zu tun? In der aufregenden Zeit der Schwangerschaft ist die richtige Ernährung besonders wichtig, sowohl für dich selbst, als auch für dein ungeborenes Kind.
In diesem Artikel erfährst du mehr über die Ernährung in der Schwangerschaft und wichtige Nährstoffe, die unverzichtbar sind, wie du sie einfach in deinen Alltag integrieren kannst und welche Rolle Nahrungsergänzungsmittel dabei spielen können.
Die Bedeutung der Ernährung in der Schwangerschaft
Die Schwangerschaft ist eine aufregende Zeit, die viele Veränderungen mit sich bringt. In dieser besonderen Phase ist es unter anderem entscheidend, auf eine ausgewogene und nährstoffreiche Ernährung zu achten. Denn dies hat einen immensen Einfluss auf dich als werdende Mama, aber natürlich auch auf dein Kind.
Während der Schwangerschaft durchläuft dein Körper zahlreiche Anpassungen, die sowohl körperlicher als auch emotionaler Natur sind. Diese Veränderungen und das Wachstum des Babys erfordern eine gezielte Nährstoffzufuhr, um sicherzustellen, dass du und dein Kind optimal versorgt seid.
Leider beobachten wir als unabhängige FitLine Berater sehr häufig, dass eine optimale Ernährung und Nährstoffversorgung in der Schwangerschaft von vielen Frauen vernachlässigt wird. Man sollte meinen, dass junge Frauen in der heutigen Zeit durch Medien aller Art gut mit Informationen versorgt sind.
Doch unserer Erfahrung nach fehlt häufig entscheidendes Wissen und Informationen, z. B. über die kaum zu überschätzende Bedeutung der Omega-3-Fettsäuren in der Schwangerschaft.
Statt sich optimal zu versorgen, werden dann weiterhin Fastfood, nährstoffarme Lebensmittel wie solche aus Weißmehl, minderwertige Fertigprodukte, Süßigkeiten und Genussmittel konsumiert.
Wir mussten die letzten Jahre vermehrt feststellen, dass es den allermeisten Frauen während der Schwangerschaft nicht gut geht, bis hin zu Teils massiven Erschöpfungszuständen. Eine Schwangerschaft ist jedoch ein ganz natürlicher Prozess und muss nicht mit solchen Problemen einhergehen.
Es ist wichtig, dass werdende Mütter verstehen, wie groß der Einfluss ihrer Ernährung für das eigene Wohlbefinden, das Wachstum und die Entwicklung des Babys ist und wie sie sich selbst in dieser Zeit stärken können.
Eine bewusste Nahrungsaufnahme kann tatsächlich helfen, häufige Beschwerden wie Übelkeit oder Müdigkeit zu lindern, eine übermäßige Gewichtszunahme zu verhindern, das Immunsystem zu stärken, und vieles mehr.
Wenn du dich in der Schwangerschaft gut ernährst, erhöht das die Wahrscheinlichkeit, fit, voller Energie und ohne große Beschwerden durch diese wunderbare Zeit zu gehen und dich auch während und nach der Geburt besser zu fühlen!
Eine optimale Ernährung während der Schwangerschaft
Eine ausgewogene Ernährung ist während der Schwangerschaft unerlässlich für Mutter und Kind. Dies bedeutet aber nicht nur, mehr zu essen, sondern auch klüger zu essen.
Fokussiere dich auf eine Vielzahl von Lebensmitteln aus allen hochwertigen Lebensmittelgruppen: frisches Obst und Gemüse, was reich an Vitaminen und Mineralstoffen ist, Vollkornprodukte statt Brot, Gebäck und Nudeln aus hellem Mehl (Auszugsmehl), hochwertige Proteine sowie gesunde Fette sollten einen festen Platz in deinem Speiseplan haben.
Diese Nahrungsmittel versorgen deinen Körper mit wichtigen Nährstoffen wie Folsäure, Eisen und Omega-3-Fettsäuren, die alle eine zentrale Rolle bei der Unterstützung der Schwangerschaft spielen.
Eine bunte Mischung aus Obst und Gemüse liefert nicht nur essentielle Vitamine und Mineralstoffe, sondern auch Ballaststoffe, die zu deiner Verdauung beitragen können.
Vor allem frisches Obst wie dunkle Beeren jeder Art, Äpfel und Zitrusfrüchte sind reich an Antioxidantien und können auch das Immunsystem stärken.
Iss viel Gemüse und Salate mit intensiven Farben wie Brokkoli, Grünkohl, dunkelgrüne Salate, Karotten, Rote Beete etc., und ergänze idealerweise Wildkräuter.
Als Schwangere solltest du auf komplexe Kohlenhydrate achten, die in Vollkornprodukten und auch Hülsenfrüchten und Bohnen enthalten sind. Diese versorgen den Körper mit langanhaltender Energie, machen dich gut satt und fördern ein stabileres Blutzuckerniveau.
Nicht zu unterschätzen ist natürlich auch die Qualität der Nahrungsmittel. Je frischer, umso besser. Beachte, dass Bio Lebensmittel in der Regel mehr Nährstoffe enthalten und weniger mit Pestiziden und anderen Schadstoffen belastet sind!
Beachte außerdem, dass eine ausreichende Nährstoffaufnahme durch eine vegane oder vegetarische Ernährung nicht gegeben sein kann. Für eine solche, werdende Mutter gelten gesonderte Empfehlungen.
Für dich als schwangere Veganerin oder Vegetarierin kann es nötig sein, die Nährstoffe Vitamin B12, Vitamin D, Zink, Eisen, Jod, essentielle Aminosäuren und Omega-3, (bei vegan auch Calcium durch fehlende Milchprodukte) im Auge zu behalten. Es kann sein, dass du dann bestimmte Nahrungsergänzungsmittel benötigst. Besprich dies bitte mit deinem Arzt.
Hochwertiges Eiweiß
Es ist ratsam, ausreichende Mengen an Proteinen in die Ernährung zu integrieren. Diese sind wichtig für das Zellwachstum und die Gewebeentwicklung des Babys.
Hochwertige Proteinquellen wie mageres Fleisch (speziell Geflügel), fettreicher, frischer Fisch, Eier sowie pflanzliche Alternativen wie Hülsenfrüchte, Tofu und Quinoa sollten regelmäßig auf den Speiseplan gesetzt werden.
Wenn du als Schwangere zu wenig Protein isst, kann das auch dazu führen, dass du vermehrt Hunger und Gelüste hast. Als Nebeneffekt sorgt ein guter Eiweißanteil in deiner Nahrung auch dafür, dass du schlanker bleibst.
Proteine sollten immer im ausgewogenen Verhältnis zu den anderen Lebensmittelgruppen und zu Gemüse und Obst gegessen werden. Zu viel Eiweiß würde deinen Körper wieder mit viel Säure belasten. Gemüse und Salate liefern die Mineralien, die das wieder auszugleichen hilft.
Omega-3-Fettsäuren
Gesunde Fette spielen eine entscheidende Rolle; insbesondere Omega-3-Fettsäuren sind während der Schwangerschaft wichtig, die nicht nur für die Entwicklung des Gehirns und der Augen* des Babys unerlässlich sind. Viele weitere Vorteile gehen damit für dich als Schwangere und dein Kind einher, die an dieser Stelle nicht ausführlicher erwähnt werden sollen.
Um diese lebenswichtigen Nährstoffe in deiner Ernährung zu integrieren, sind fettreiche Fische wie Lachs, Makrele, Hering oder Sardine, sowie pflanzliche Quellen wie Leinsamen, Chiasamen oder pflanzliche Öle wie Lein- oder Walnussöl möglich. Pflanzliche Quellen liefern jedoch nur die ALA Fettsäuren, die eine Vorstufe vom DHA und EPA sind, die wir benötigen. ALA wird im Körper dann nur zu einem kleinen Teil in DHA umgewandelt.
Fisch kann mit Schadstoffen wie Schwermetallen belastet sein. Du solltest also in der Schwangerschaft gut überlegen, wie du ausreichend Omega-3-Fettsäuren jeden Tag aufnehmen kannst. Dies kann auch durch mit DHA versetzte Speiseöle erfolgen, die es vielfältig auf dem Markt gibt, oder natürlich mit hochwertiger Omega-3 Nahrungsergänzung.
Dies gilt natürlich ganz besonders für Schwangere, die vegetarisch oder vegan leben. Achte bitte in diesem Fall gründlich auf eine gute Omega-3-Aufnahme!
Von der DGE werden pro Tag und im Durchschnitt mindestens 200 mg DHA empfohlen.
Auch Avocados, Nüsse, Samen und Olivenöl liefern gute Fette. Es ist vorteilhaft, auf Fette aus natürlichen Quellen zu setzen und verarbeitete Fette und Transfette jeder Art weitgehend zu vermeiden.
Achte auf ausreichend Flüssigkeit aus reinem Wasser
Du solltest darauf achten, genügend Flüssigkeit jeden Tag zu dir zu nehmen. Eine ausreichende Wasseraufnahme hilft nicht nur dabei, mögliche Beschwerden wie Übelkeit und Verdauungsprobleme zu lindern, sondern unterstützt auch einen fitten Kreislauf, einen guten Stoffwechsel, die Ausscheidung von Giftstoffen, und liefert wichtige Nährstoffe an das Baby.
Es empfiehlt sich, vor allem stilles und hochwertiges Wasser als Hauptgetränk zu wählen und den Konsum von Kaffee, Energy-Drinks sowie zuckerhaltige Limonaden, Cola etc. stark zu minimieren.
Alkohol ist sowieso tabu. Alkohol kann bereits in minimalen Mengen zu Schäden für dein Kind führen. Darum empfehlen wir dir dringend, bereits auch in der Zeit vor einem positiven Schwangerschaftstest auf Alkohol zu verzichten. Sicher schadet es auch nicht, Alkohol schon in der Zeit davor wegzulassen, um deine Fruchtbarkeit positiv zu beeinflussen.
Neben Wasser kannst du auch gemischte Getränke als Ergänzung verwenden. Das Experimentieren mit verschiedenen Tees oder selbstgemachten Fruchtschorlen kann den Trinkgenuss steigern und die Flüssigkeitsaufnahme erleichtern.
Die Rolle von Vitaminen und Mineralstoffen
Lass uns einmal einige Vitamine und Mineralien genauer betrachten.
Vitamine und Mineralstoffe spielen eine entscheidende Rolle während der Schwangerschaft. Sie sind nicht nur wichtig für das Wachstum des Babys, sondern auch für das Wohlbefinden der Mutter.
Folsäure ist ein essentielles Vitamin, das für eine Schwangere allgemein immer empfohlen wird. Dieses B-Vitamin spielt eine zentrale Rolle in der frühen Schwangerschaft, da es entscheidend für die Zellteilung9 und die Entwicklung ungeborenen Kindes ist. Ein Mangel kann zu verschiedenen Fehlbildungen führen, die während der ersten Wochen der Schwangerschaft auftreten können, oft bevor eine Frau überhaupt weiß, dass sie schwanger ist.
Daher wird werdenden Müttern geraten, bereits vor der Empfängnis mit der Einnahme von Folsäure zu beginnen und diese während der gesamten Schwangerschaft fortzusetzen. Dies wird dir sicher von deinem Arzt verordnet worden sein.
Folat trägt auch zum Wachstum des mütterlichen Gewebes während der Schwangerschaft bei.
Lebensmittel wie grünes Blattgemüse (besonders Feldsalat), grüne Gemüse wie Brokkoli und Grünkohl, Hülsenfrüchte und Erbsen sind hervorragende Quellen für Folsäure. Dennoch kann es herausfordernd sein, die empfohlene Tagesdosis allein durch die Ernährung zu erreichen. Folsäure ist empfindlich gegen Licht und Wärme sowie wasserlöslich, weshalb es wichtig ist, die Nahrungsmittel so wenig verarbeitet wie möglich und frisch zu verzehren!
Vitamine spielen im Körper komplex zusammen. Wir empfehlen stets, eine ganzheitliche Versorgung im Auge zu behalten, und nicht nur auf einzelne Vitamine zu achten. Auch Vitamin D und B12 z. B. sind in der Schwangerschaft wichtig.
Übrigens: offizielle Informationen und Mengenempfehlungen der DGE für wichtige Vitamine und Mineralien vor und während der Schwangerschaft findest du hier.
Einige wichtige Mineralien und Spurenelemente
Stell dir vor: das gesamte Skelett, Knochen und auch Zähne von deinem Baby müssen gebildet werden. Fehlen die Nährstoffe dazu, werden sie aus dem Körper der Mutter abgezogen. Warum wohl gibt es die Redewendung: „Jedes Kind kostet der Mutter einen Zahn"?
Wir empfehlen dir daher, sehr gut auf eine ausreichende Aufnahme von Mineralien jeden Tag zu achten. Hier sind ein paar Informationen zu den wichtigsten Mineralien und Spurenelementen:
Kalzium ist entscheidend für die Entwicklung und Erhaltung der Knochen und Zähne1. Während der Schwangerschaft benötigt der Körper zusätzliche Mengen dieses Mineralstoffs, um sowohl die eigenen Knochen als auch die des ungeborenen Kindes zu stärken.
Zu den besten Quellen für Kalzium gehören Milchprodukte wie Joghurt und Käse, aber auch grüne Gemüsesorten wie Brokkoli und Spinat sowie angereicherte Pflanzenmilch. Wichtig zu verstehen ist, dass zu einer optimalen Calciumaufnahme immer auch Magnesium und Vitamin D dazu gehören.
Es wird empfohlen, dass schwangere Frauen täglich etwa 1.000 Milligramm Kalzium zu sich nehmen. Wenn es schwierig ist, genügend Kalzium über die Ernährung aufzunehmen, können spezielle Nahrungsergänzungsmittel in Betracht gezogen werden, um diesen Bedarf zu decken.
Ein Mangel an Magnesium kann während der Schwangerschaft zu Unwohlsein führen und sollte daher durch den Verzehr von Nüssen, Samen, Vollkornprodukten und grünem Blattgemüse ausgeglichen werden.
Die empfohlene Tagesdosis für schwangere Frauen liegt bei etwa 350 bis 400 Milligramm. Nahrungsergänzungen können auch hier nützlich sein, insbesondere wenn die Ernährung nicht ausreichend ist.
Ein weiterer wichtiger Mineralstoff während der Schwangerschaft ist Jod. Ein Jodmangel kann zu Entwicklungsstörungen führen, weshalb werdenden Müttern geraten wird, auf eine ausreichende Zufuhr zu achten. Seefisch sowie jodiertes Salz sind gute Quellen für Jod.
Wichtig ist jedoch, bei Meeresfrüchten und Fisch auf eine schadstofffreie Qualität zu achten. Als Vegetarier oder Veganer kann die Aufnahme von Jod reduziert sein.
Zink ist ein weiterer Mineralstoff, der während der Schwangerschaft nicht vernachlässigt werden sollte. Zink spielt eine wichtige Rolle bei der Zellteilung6 und dem Immunsystem.7
Lebensmittel wie Fleisch, Nüsse und Hülsenfrüchte sind reich an Zink. Die empfohlene Tagesdosis für schwangere Frauen liegt bei etwa 11 bis 12 Milligramm.
Im Übrigen spielt Zink auch schon vor der Schwangerschaft eine wichtige Rolle, da es einen positiven Einfluss auf die Fruchtbarkeit5 hat. Eine umfassend gute Ernährung ist insgesamt schon bei der Planung eines Kindes wichtig!
Zu guter Letzt nehmen wir noch einen Blick auf Eisen. Der Bedarf an Eisen steigt erheblich, da der Körper mehr Blut produziert, um das wachsende Baby zu versorgen. Ein Mangel an Eisen kann zu Anämie führen, was sich negativ auf die Energie8 und das allgemeine Wohlbefinden auswirken kann.
Schwangere Frauen sollten darauf achten, eisenreiche Lebensmittel wie rotes Fleisch, Geflügel, grüne Gemüse und Salate, Hirse, Wildkräuter wie Brennnesseln und Hülsenfrüchte in ihren Speiseplan aufzunehmen. Eine Ergänzung sollte nur eingenommen werden, wenn ein Mangel tatsächlich festgestellt wurde.
Nährstoffe können ergänzt werden
Wenn du sicherstellen möchtest, dass du alle benötigten Nährstoffe in optimaler Form erhältst, können Nahrungsergänzungsmittel eine sinnvolle Ergänzung zu deiner täglichen Routine sein.
Beispielsweise liefert unser Mineralien-Getränk Restorate viele wichtige Mineralien und Spurenelemente in einer optimalen Kombination mit einer sehr guten Aufnahmefähigkeit. Es schmeckt lecker und kann unkompliziert in den Tagesablauf integriert werden. Wenn dich das Thema im Detail interessiert, findest du hier unsere Tipps zur Aufnahme von Mineralstoffen.
Unser beliebtes Morgengetränk PowerCocktail beinhaltet viele Vitamine und Pflanzenextrakte wie auch Ballaststoffe und Milchsäurebakterien. Beide Produkte sind im sogenannten Optimal-Set erhältlich.
Lass dich auch gern von uns unabhängigen Partnern der PM-International / FitLine Produkte beraten, welche Nahrungsergänzungsmittel du während der Schwangerschaft integrieren kannst. Kontaktiere uns dafür gern über das Formular Fachberatung.
Welche Lebensmittel du in der Schwangerschaft nicht essen solltest
Es gibt auch eine ganze Reihe von Lebensmitteln, die du besser nicht essen solltest, um Risiken zu vermeiden. Das sind in erster Linie:
- Rohe oder nicht ausreichend gegarte Eier (z. B. in Tiramisu oder rohem Kuchenteig).
- Roher oder nicht durchgegarter Fisch und Meeresfrüchte (z. B. Sushi, Austern).
- Rohe oder halbrohe Fleischprodukte (z. B. Mett, Carpaccio).
- Unpasteurisierte Milchprodukte und Käse, also auch Käse aus Rohmilch (z. B. Weichkäse wie Camembert, Roquefort).
- Leber und Leberprodukte (wegen hohem Vitamin-A-Gehalt).
- Alkoholische Getränke und Speisen jeder Art, vermeide auch kleinste Mengen. Z. B. enthalten reife Bananen viel Alkohol. Oft ist auch in Kuchen oder anderen Süßigkeiten Alkohol enthalten.
- Koffein in größeren Mengen (z. B. viel Kaffee, viel Energydrinks, Cola…).
- Bestimmte Fischarten mit hohem Quecksilbergehalt (z. B. Schwertfisch, Thunfisch, Hai).
- Rohe Sprossen (z. B. Alfalfa, Mungobohnen) und ungewaschene Rohkost, wegen möglicher Bakterienbelastung. Diese Nahrungsmittel sind sehr gesund, aber achte hier auf besondere Hygiene.
- Fertiggerichte und Genussmittel mit hohem Gehalt an zugesetztem Zucker und ungesunden Fetten.
- Bestimmte Kräuter und Gewürze in großen Mengen (z. B. Beinwell, Rosmarin, Salbei, Wermut, Zimt…) In dieser Kategorie gibt es viele unterschiedliche Empfehlungen. Einige Wirkstoffe von Kräutern können sich ungünstig auf das Baby auswirken oder z. B. Blutungen oder Wehen auslösen, ein negativer Einfluss entsteht in der Regel jedoch erst bei Verzehr von großen Mengen.
Tipps zur Ernährung im Alltag
Iss regelmäßig und iss dich ausreichend satt. Lass keine Mahlzeiten aus und versuche nicht, während einer Schwangerschaft abzunehmen.
Häufigere, kleinere Portionen über den Tag verteilt können dazu beitragen, Übelkeit zu reduzieren und den Blutzuckerspiegel stabil zu halten und dadurch auch Heißhungerattacken vorzubeugen.
Es ist sinnvoll, bereits im Voraus einen Wochenplan für die Mahlzeiten zu erstellen; so fällt es leichter, gesunde Entscheidungen zu treffen und alle notwendigen Nährstoffe abzudecken.
Das Planen von Mahlzeiten kann dadurch helfen, Versuchungen entgegenzuwirken und dafür sorgen, dass die richtigen Lebensmittel immer griffbereit sind. Denn häufig greift man aus Hunger und Appetit schnell zu ungesunden Nahrungsmitteln wie Süßigkeiten oder Fastfood.
Das gilt besonders für unterwegs! Sorge dafür, dass du immer etwas Hochwertiges zu Essen dabei hast, wenn du im Alltag, auf der Arbeit oder auch auf Reisen unterwegs bist.
Das Einbeziehen eines Ernährungsexperten oder einer Hebamme kann zusätzliche Unterstützung bieten, weiterführende Informationen und individuelle Empfehlungen bereitstellen.
Weitere wichtige Aspekte für die Zeit der Schwangerschaft
Um glücklich und gesund durch die Schwangerschaft zu kommen, ist nicht nur eine gute Ernährung wichtig.
Lass uns noch ein Auge auf einige andere, wichtige Aspekte für dich als Schwangere und dein Kind werfen. Das ist zum einen das emotionale und mentale Wohlbefinden:
Emotionale und mentale Gesundheit
Die körperlichen, hormonellen Veränderungen und Herausforderungen der Schwangerschaft können emotional belastend sein, Stress verursachen und Ängste hervorrufen. Dafür können Strategien zur Stressbewältigung hilfreich sein. Es ist wichtig, in dieser Zeit auf sich selbst zu achten, mentale Stärke zu entwickeln und Stress aktiv zu reduzieren.
Dies kann durch Bewegung, Meditation, progressive Muskelentspannung, autogenes Training, Yoga für Schwangere oder Atemübungen, oder einfach nur durch regelmäßige Pausen geschehen, um den Geist zu entspannen. Es ist wichtig, sich zu erlauben, Momente der Ruhe und Achtsamkeit in den geschäftigen Alltag einzubauen.
Die Integration kleiner Rituale in deinen Alltag kann dabei helfen, einen Ausgleich zu schaffen und den Geist zur Ruhe zu bringen. So entsteht Raum für Achtsamkeit und Selbstreflexion inmitten der aufregenden Veränderungen der Schwangerschaft.
Unterstützende soziale Netzwerke, sei es durch Familie, Freunde oder Selbsthilfegruppen, können dir beistehen. Indem du dich mit anderen werdenden Müttern austauschst, kannst du Erfahrungen teilen und wertvolle Tipps erhalten und Rückenhalt erfahren. Das Teilen von Ängsten und Freuden mit Partnern oder in Selbsthilfegruppen kann entlastend wirken und ein Gefühl der Gemeinschaft und Unterstützung schaffen.
Es ist empfehlenswert, persönliche Grenzen zu setzen und Aktivitäten, die zusätzlichen Stress verursachen könnten, zu vermeiden.
So schaffst du ein harmonisches Umfeld für dich und dein Baby, das sowohl körperliche als auch seelische Gesundheit fördert und ein Gefühl der Geborgenheit gibt.
Um die Herausforderungen während der Schwangerschaft erfolgreich zu meistern, bewahre eine positive Einstellung!
Momente der Selbstfürsorge stärken nicht nur deine mentale Gesundheit, sondern ermöglichen es dir auch, die Veränderungen deines Körpers als Teil einer positiven Entwicklung zu akzeptieren und wirken sich auch auf dein Kind aus.
Bewegung und Schlaf
Regelmäßige Bewegung und Sport, angepasst an die individuellen Bedürfnisse und Fähigkeiten der Schwangeren, ist gesund, fördert die Fitness und kann auch Stimmungsschwankungen abmildern.
Als Schwangere solltest du allerdings Sportarten meiden, die mit einem hohen Verletzungs- oder Sturz-Risiko einhergehen!
Mindestens genauso wichtig ist die Schlafqualität während der Schwangerschaft!
Viele Frauen erleben Veränderungen in ihrem Schlafverhalten und können Schwierigkeiten haben, eine bequeme Position zu finden.
Das Schaffen einer ruhigen und entspannenden Schlafumgebung kann daher sehr wichtig sein. Strategien wie das Einführen eines entspannten Abendrituals, das Vermeiden von Bildschirmen kurz vor dem Schlafengehen und die Verwendung von Kissen zur Unterstützung des Bauches oder des Rückens können die Nachtruhe erheblich verbessern.
Gezielte Atemtechniken helfen, Stress abzubauen und den Körper auf die Ruhe vorzubereiten.
Ein strukturierter Tagesablauf, der sowohl Aktivität als auch Ruhepausen berücksichtigt, kann ebenfalls dazu beitragen, einen gesunden Schlafrhythmus zu etablieren.
Beschäftige dich unter Umständen mit den vielfältigen Aspekten der Schlafhygiene, um deinen Schlafplatz und dein Verhalten zu verbessern. Dies würde den Rahmen dieses Artikels sprengen, weshalb wir nur darauf hinweisen möchten.
Mit diesen Tipps und Anregungen bist du als werdende Mutter bestens ausgestattet, um eine vitale und glückliche Schwangerschaft jeden Tag zu erleben und dich auf dein Kind zu freuen!
Häufige Fragen zur Ernährung für Schwangere
Während der Schwangerschaft ist Abnehmen grundsätzlich nicht zu empfehlen, da dein Körper jetzt besonders viel Energie und wichtige Nährstoffe benötigt, um dich und dein Baby optimal zu versorgen. Wenn du vor der Schwangerschaft bereits abnehmen möchtest, ist das der bessere Weg, um mit einem vitalen Körper in diese Phase zu starten. So kannst du auch deine Fruchtbarkeit positiv beeinflussen. Dann kannst du entspannt und voller Energie in die Schwangerschaft starten.
Wenn du dich jedoch sehr gesund ernährst, kannst du dazu beitragen, dass dein Gewicht in der Schwangerschaft nicht weiter stark ansteigt.
Während der Schwangerschaft hört man oft den Satz „für zwei essen“, doch das bedeutet nicht, dass du jetzt doppelt so viel für dich und dein Kind essen solltest! Viel wichtiger ist die Qualität deiner Ernährung und eine gezielte Nährstoffoptimierung, damit du und dein Baby alle wichtigen Vitamine, Mineralien und Energie erhalten.
Dein Körper braucht als Schwangere zwar etwas mehr Energie, aber vor allem nährstoffreiche Lebensmittel, die dich fit und vital halten. Wenn du zu viele Kalorien aufnimmst von minderwertiger Nahrung, begünstigt das eine starke Gewichtszunahme und verschiedene Beschwerden in und nach der Schwangerschaft.
Schwangere sollten eine ausgewogene Ernährung anstreben, die reich an frischem Obst, Gemüse, Vollkornprodukten, magerem Protein und gesunden Fetten ist. Folgende Lebensmittel sollten täglich auf dem Speiseplan stehen:
- Obst und Gemüse: Enthalten wichtige Vitamine und Mineralien.
- Vollkornprodukte: Liefern Ballaststoffe und Energie.
- Mageres Fleisch oder pflanzliche Proteine: Für den Eiweißbedarf.
- Milchprodukte: Enthalten unter anderem Calcium und Vitamin D.
- Speiseöle mit Omega-3: wie auch hochwertigen Fisch, Walnüsse, Leinsamen… für Omega-3-Fettsäuren.
Achte darauf, ausreichend Flüssigkeit zu dir zu nehmen und verarbeiteten Zucker sowie stark verarbeitete Lebensmittel zu vermeiden. Eine gute Ernährung unterstützt nicht nur dich, sondern auch dein Baby!
*DHA trägt zur Erhaltung normaler Sehkraft und zur Erhaltung einer normalen Gehirnfunktion bei. 1Calcium wird für die Erhaltung normaler Zähne und für die Erhaltung normaler Knochen benötigt. 2Magnesium trägt zu einer normalen Muskelfunktion bei. 3Magnesium trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei. Magnesium trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei. 4Magnesium trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei. 5Zink trägt zu einer normalen Fruchtbarkeit und einer normalen Reproduktion bei. 6Zink hat eine Funktion bei der Zellteilung. 7Zink trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei. 8Eisen trägt zur normalen Bildung von roten Blutkörperchen und Hämoglobin bei. Eisen trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei. 9Folat hat eine Funktion bei der Zellteilung.